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Der Strom schläft nie

select-Energieeffizienz Energiespartipps Schlafzimmer © easaab  - Fotolia.com

Strom gönnt sich nie eine Ruhepause, damit er immer da ist, wenn Sie ihn brauchen. Man kann es kaum glauben, aber selbst im Schlafzimmer können sich kleine, aber beständige Stromschlucker einschleichen.

Steckernetzteile - die kleinen Schmarotzer

Viele technische Geräte werden heutzutage mit sogenannten Steckernetzteilen ausgeliefert. Tendenz steigend. Hierbei besteht der Netzstecker aus einem vorzugsweise schwarzen Kasten, in dem ein Transformator eingebaut ist. Diese Art der Stromzufuhr ist für Hersteller bequem und kostensparend. Für den Anwender sind diese Steckernetzteile oft unpraktisch, weil sie frei umherliegen. Außerdem sind sie permanente Stromfresser. Sie verbrauchen immer Strom, ob Sie das Gerät eingeschaltet haben, oder nicht.

Das Nachtkästchenlicht

Zum Beispiel wird ein Nachtkästchenlicht mit Halogenlampe über ein großes Steckernetzteil mit Energie versorgt. Schaltet man die Lampe aus, bleibt das Netzteil weiter in Betrieb. Dabei verbraucht es immer noch 5 Watt. Die Lampe hat also einen Verbrauch von etwa 44 kWh im Jahr, auch wenn sie nie eingeschaltet ist. Das sind derzeit etwa 5 bis 10 Euro pro Jahr.
Manche Geräte nutzen auch ein externes Netzteil – einen schwarzen Kasten, der zwischen Gerät und Steckdose geschaltet ist. Hier gilt das Gleiche wie für Steckernetzteile.

Der Wecker

Für die meisten ist der morgendliche Weckruf nicht wegzudenken, denn wer will schon zu spät zur Schule oder Arbeit kommen. Aber auch der weitverbreitete Radiowecker mit LED-Zeitanzeige ist ein stetiger Stromschmarotzer im Schlafzimmer.

Die stromsparendste Alternative ist der altbewährte Aufziehwecker – der benötigt garantiert keinen Strom.

Energieeinsparen durch Dimmen

Im Schlafzimmer hat man es oft und gerne gemütlich. Meist nützt man dazu einen Dimmer, um das Licht zu reduzieren. Eine gedimmte Lampe entnimmt dem Netz natürlich weniger Strom als eine mit Volllast betriebene. Das spart etwas Energie. Andererseits wird die Lampenleistung nicht optimal und effizient ausgenutzt. Denn der größte Anteil an Energie wird in Wärme umgewandelt. Wenn eine komplett gedimmte Glühlampe kein brauchbares Licht mehr abgibt, wird sie dennoch deutlich erwärmt und verbraucht dadurch Energie, die nicht genutzt wird.

  • Eine 40 W Glühlampe leuchtet ähnlich hell wie eine gedimmte 100 W Lampe, benötigt jedoch viel weniger Energie.

Nur um Energie zu sparen, ist der Einsatz von Dimmern nicht sinnvoll. Verwenden Sie Dimmer nur dort, wo das Licht wirklich veränderbar sein muss und trösten Sie sich mit einer kleinen Energieersparnis.

Indirektes Licht als Alternative

Wenn Sie Ihre Beleuchtung im Schlafzimmer planen, dann ist eine Lösung mit indirektem Licht besser als ständiges Dimmen. Dadurch erhält der Raum eine homogenere Ausleuchtung. Teilen Sie die Lichter auf mehrere Schalter auf und setzen Sie sie dort, wo sie benötigt werden. Durch Dazu- oder Wegschalten schaffen Sie unterschiedliche Stimmungen und sparen wirklich Energie.

Kostengünstige Beleuchtung

Rein technisch lässt sich in diesem Bereich viel sparen. Es gibt viele Kriterien, welche die Entscheidung für ein bestimmtes Leuchtmittel beeinflussen. Günstiges Licht ist möglicherweise nicht so angenehm – angenehmes Licht ist oft teurer. Die Lichtausbeute von Leuchtstofflampen oder Stromsparlampen ist am höchsten, gefolgt von Halogenlampen. Normale Lampen mit Glühfaden haben die schlechteste Lichtausbeute.

Was man aber wissen sollte: Die Bündelung von Licht spielt eine große Rolle.

Energiesparlampen sind nur effizient, wenn sie wie bei einem Nachtkästchen in einem Lampenschirm, der reflektiert, eingesetzt werden. Wenn sie frei liegen, strahlt das Licht ungebündelt in Bereiche, wo es nicht benötigt wird. Kristall-Lüster mit vielen Glühbirnen sind ebenso Stromfresser, da sie über keine Reflektoren verfügen und die vielen Lichter sich nur gegenseitig anstrahlen.

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