Entertainmentfaktor Energie

Das Wohnzimmer ist einer der beliebtesten Aufenthaltsorte im trauten Heim. Viele Geräte sind hier bereits unverzichtbare Mitbewohner. Aber auch unscheinbare Energiefresser.
Fernsehen ist mittlerweile eine unserer liebsten Freizeitbeschäftigungen. In den heimischen Haushalten zählen wir bereits 4 Millionen Fernsehgeräte und der Zweit-Fernseher ist längst keine Utopie mehr. Und im Vergleich zu früher haben sich im Laufe der Zeit ganz unbemerkt viele kleine Stromverbraucher eingeschlichen.
Anfangs war es nur der Fernseher.
Später kam der Videorekorder dazu. Es dauerte nicht lange und zwei Sender waren zuwenig. Satelliten-TV und SAT-Receiver nahmen einen weiteren Platz in der Liste der Stromverbraucher ein. Es fehlt noch was – der DVD-Player, den muss man heute haben. Und als Draufgabe, weil der alte Sound nicht mehr reicht, noch ein Dolby-Surround System mit Subwoofer, das natürlich auch Strom braucht.
Was kann denn da noch dazu kommen?
Natürlich – die DVB-T Box!
Sparen beim Fernsehen
Fangen wir mit Sparen an, bevor wir alles aus dem Wohnzimmer entfernen, was uns mittlerweile heilig ist. Durchschnittliche TV-Geräte verbrauchen rund 150 kWh Strom im Jahr. Ein gutes Fernsehgerät mit zum Beispiel 70 cm Bildschirmdiagonale braucht nur mehr halb so viel Strom wie ein altes in derselben Größe.
- Grundregel: Je größer der Bildschirm, desto größer ist der Verbrauch.
LCD Monitore und Plasma-Bildschirme
LCD-Monitore sind die derzeit bestimmende Flachbildschirm-Technologie und werden auch als TFT-Bildschirme (Thin Film Transistor) bezeichnet. Die Vorteile der LCD-Fernseher sind ein geringer Stromverbrauch, Strahlungsfreiheit, ein absolut flimmer- und verzerrungsfreies scharfes Bild und ein geringes Gewicht. Plasma-Bildschirme hingegen erzeugen das Bild mit Hilfe von Edelgasen unter Nutzung von UV-Licht. Sie sind außerordentlich flach und in der Regel größer, aber auch teurer.
- Plasma-Schirme verbrauchen viel mehr Strom als Röhren und LCD-Flachmonitore.
Analoges Fernsehen ist out
Die digitale Technik hält Einzug in den TV-Alltag. Doch von der optimalen Lösung ist man noch entfernt. Es mangelt an der Ausstattung von Fernsehern und Zusatzgeräten mit DVB-T-Empfängern.
DVB-T
Es gibt bisher wenige Fernseher und kaum DVD-Rekorder mit integriertem DVB-T-Empfänger. Jeder Fernseher braucht eine separate Empfängerbox. Wer gleichzeitig einen Film schauen und einen anderen aufzeichnen will, braucht auch für den Rekorder einen eigenen Empfänger. Die meisten DVB-T-Empfänger haben sogar nur einen Scart-Anschluss, was das Anschließen verkompliziert.
Nicht vergessen: Auch die DVB-T-Box frisst im Stand-by viel Strom. So kann ein vermeintlich billiger DVB-T-Empfänger langfristig zusätzliche Stromkosten verursachen. Achten Sie deshalb beim Kauf der DVB-T-Box auch auf den Stromverbrauch.
Kosten sparen durch Abschalten
Fernseher, DVD-Player, Surround-System, DVB-T Box sind große Stand-by-Stromverbraucher im Wohnzimmer. Ein Fernseher kann im Jahr durch Stand-by-Betrieb genauso viel oder mehr Strom verbrauchen als in der Zeit in der er zum Fernsehen genutzt wird.
- 20 Stunden Stand-by sind fast 4 Stunden Fernsehen.
Gute Geräte haben eine Stand-by-Leistung von 0,5 Watt, veraltete von 3 Watt und mehr. Die Ersparnis zwischen alt und neu beträgt 4 Euro pro Jahr und Gerät. Bei durchschnittlich 5 Geräten im Haushalt, ergibt sich eine Ersparnis von ca. 20 Euro pro Jahr. Einige TV-Geräte besitzen eine automatische Abschaltfunktion (Auto-Off), mit der ein Stand-by-Betrieb nach einer bestimmten Zeit (etwa 1 Stunde) ganz abgeschaltet wird.
Wenn Sie länger nicht zu Hause sind
Wer in den Urlaub fährt oder sich aus anderen Gründen längere Zeit nicht im eigenen Haushalt aufhält, kann dafür sorgen, dass der Energieverbrauch während der Abwesenheit stark minimiert wird. Schalten Sie einfach alle Geräte ab. Hier hilft ein Verteilerstecker mit Ein-Aus-Funktion. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Gerät die Sender im Speicher behält. Manche Geräte verlieren nach längerer Zeit ohne Strom die gespeicherten Programme.